E-Learning - die Zukunft des Lernens?

Der Begriff „E-Learning“ hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Um die Jahrtausendwende wurde E-Learning mit einfachen Computern assoziiert, die nach dem Frage-Antwort-System funktionierten. Heute ist es treffender, sich an der Definition von Michael Kerres (Professor für Mediendidaktik an der Universität Duisburg-Essen) zu orientierten:

"E-Learning bezeichnet Lernangebote, bei denen elektronische Medien für die Präsentation von Lerninhalten und zur didaktischen Unterstützung angewandt werden."

Lernen in Online-Gruppen

Die Schüler von heute wachsen bereits mit dauerhafter medialer Nutzung auf. Dies bleibt natürlich auch im Schul- und somit Lernalltag nicht unberücksichtigt. Daher spielt es auch bei der weiteren Ausbildung eine entscheidende Rolle. Immer mehr Studenten vernetzen sich, indem sie Online-Gruppen bilden und sich über den Lernstoff austauschen.

Eine wichtige Möglichkeit stellt hierfür der Ansatz Open Educational Resources dar. Der freie Zugang zu Wissen steht im Vordergrund, so sollen ein orts- und zeitunabhängiger Wissenstransfer und lebenslanges Lernen gefördert werden. Einer der wichtigsten Vertreter hierfür ist neben Wikipedia das Studierenden Lernportal Uniturm.de.

Weitere Nutzung findet das Prinzip des gemeinsamen Online Lernens im Bereich der Massive Open Online Courses oder kurz MOOCs genannt. Wahre Pioniere in diesem Bereich in Deutschland sind die großen Universitäten in München. Dabei erfolgt eine intensive Vernetzung von Anbietern, Referenten und Lernenden. Der Anbieter stellt eine Plattform zur Verfügung, auf die der Referent Übungsaufgaben und Videos hochladen kann. Es sind auch Präsenzveranstaltungen in Form von E-Coachings möglich. Die Lernenden können ihre Fragen direkt über ihr Headset stellen oder in den Chat eintippen. Über ein Forum sind weitere Verständnisfragen möglich. Am Ende jeder Stunde erhalten die Lernenden Aufgaben, die sie bis zu einem bestimmten Stichtag online einreichen müssen. So kann sich der Dozent die Lösungen jederzeit ansehen und seine nächste Stunde entsprechend anpassen. Die Teilnehmer können sich selbstständig austauschen ohne ihre Wohnung zu verlassen.

E-Learning: Vor- und Nachteile

Wie bereits erwähnt, geht der soziale Kontakt verloren. Die Kommunikation über eine elektronische Plattform kann nicht mit einem "realen" Gespräch verglichen werden. Pauschal lässt sich jedoch keine Aussage treffen. Viele Studenten suchen bewusst nach sozialen Kontakten. Sie möchten ihre Persönlichkeit formen, vor allem wenn sie frisch von daheim ausgezogen sind. In einem ausschließlich online-basierten System würde ihnen diese Entwicklung erschwert werden.

Aktuell wird E-Learning in Vorlesungen und Seminaren benutzt, um die Inhalte allen frei zugänglich zu machen. Das spart Papier und jeder Student kann sich die Folien beliebig ausdrucken - sogar noch in 5 Jahren!

In Studiengängen wie BWL, Medizin oder Jura, die in Deutschland ähnliche Inhalte haben, kann E-Learning als unterstützende Maßnahme angewandt werden. Gerade in Universitäten wird eine hohe Selbstständigkeit vorausgesetzt, womit viele Studenten nicht zurechtkommen. Elektronische Lernlösungen helfen ihnen dabei, Woche für Woche die relevanten Inhalte zu erlernen. Die Anzahl dieser sogenannten "Learning Solutions" wächst von Semester zu Semester, etwa in Form von Apps, die den Vorlesungsstoff rezipieren oder mit denen man Online-Karteikarten erstellen kann.

Datensicherheit - ein Risiko?

Learning Management Systeme (LMS) unterliegen dem Datenschutz. Der Referent kann nur die Daten einsehen, die ihm vom Administrator bewilligt werden. Um diese Sicherheit zu gewährleisten, muss das System vor unbefugtem Zugriff geschützt werden. Ein seriöser Anbieter schützt seine Kunden etwa mit Audit Logs, Tokenverfahren und Industriestandards wie SSL/TLS oder MD5. Bei Zahlungen mit der Kreditkarte sollten die üblichen Standards eingehalten werden. Wer sich für ein geschütztes System entscheidet, muss sich im Normalfall keine Sorgen über die Datensicherheit machen. Bei Apps und E-Books gelten die Richtlinien des jeweiligen Stores.

E-Learning: Konzept mit Zukunft

Der Umsatz von E-Learning-Lösungen ist um knapp 25 % auf über 500 Millionen Euro gestiegen. Fast 70 % der IT-Unternehmen setzen für Fort- und Weiterbildungen E-Learning ein. In anderen Branchen besteht Nachholbedarf, wie auch im schulischen Umfeld. Der aktuelle Trend wird sich wahrscheinlich fortsetzen. Schon heute nutzen die meisten Referenten elektronische Lösungen, um ihre Inhalte zur Nachbereitung zur Verfügung zu stellen. Diese Verschmelzung von E-Learning und Präsenz-Angeboten wird sich intensivieren, was aus didaktischer Sicht sinnvoll ist.

Die Zukunft des Lernens ist schrill, bunt und elektronisch.

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