Warum ich? – Gründe für Prüfungsangst

Wie du bereits erfahren hast, ist nicht jeder Studierende von Prüfungsangst gleichermaßen betroffen. Jeder wird individuell unterschiedlich stark dadurch beeinträchtigt. Zu der Häufigkeit, mit der Studierende von Prüfungsangst betroffen sind, liegen keine eindeutigen Zahlen vor. Das Thema „Prüfungsangst“ wird in Studien ganz unterschiedlich erfasst, dies führt auch zu unterschiedlichen Häufigkeitswerten. Es finden sich jedoch Angaben, die davon ausgehen, dass bis zu der Hälfte der Studierenden unter Prüfungsangst leidet. Dies wäre bei fast drei Millionen Studierenden in Deutschland eine recht beträchtliche Zahl. Selbst, wenn tatsächlich weniger Menschen betroffen sind, ist klar, dass Prüfungsangst unter Studierenden keine Seltenheit ist. Doch wie entsteht sie? Und warum bist du davon betroffen?

Natürlich spielt neben den biologischen Aspekten der Angst, die uns alle betreffen, immer eine wichtige Rolle, was wir persönlich im Laufe unseres Lebens zum Thema Angst gelernt haben. Hierbei hat es vermutlich auch einen Einfluss, wie ängstlich unsere eigenen Eltern waren und welchen Umgang mit Gefühlen der Angst sie uns beigebracht haben. Wurdest du beruhigt und getröstet oder waren deine Eltern genauso in Angst gefangen, wie du heute selbst in der Prüfungssituation? Auch weitere individuelle Erfahrungen und Erlebnisse können eine bedeutende Rolle spielen. Selbst wenn du diese nicht immer direkt mit dem Thema „Angst“ und vor allem nicht mit dem Thema „Prüfung“ in Verbindung bringen kannst.

Dieses Kapitel soll dir bei der Suche nach möglichen Ursachen deiner Prüfungsangst helfen. Nicht selten spielen frühere Prüfungserfahrungen eine gewichtige Rolle. Oft ist es jedoch schwer, die eigene Prüfungsangst zu konkreten früheren Erlebnissen in Bezug zu setzen. Die Ursachen von Prüfungsangst sind individuell, vielfältig und nicht immer leicht zu benennen. Dennoch ist es möglich, Hinweise zu finden, warum du betroffen bist. Faktoren, die im Zusammenhang mit starker Prüfungsangst oft genannt werden sind mangelndes Vertrauen in die eigene Person und/oder die eigenen Fertigkeiten. Auslöser dafür können bereits in früher Jugend oder Kindheit liegen. Generell gilt ein ausgewogenes Selbstvertrauen als Basis, um gut durch das Studium und, in Folge, auch durch das Leben zu kommen. Es hilft bei der Bewältigung von Prüfungsangst, beziehungsweise schützt davor, starke Prüfungsangst zu entwickeln. Es gibt Hinweise darauf, dass Menschen mit einem schlechten Selbstwert dazu neigen, sich selbst die Schuld zu geben, wenn etwas nicht gut läuft (vgl. z. B. Brown & Dutton, 1995). Dies sorgt in der Folge dafür, dass sie sich selbst als weniger kompetent erleben. Sie neigen eher dazu, sich deprimiert zu fühlen. Sie schauen häufiger pessimistisch in die Zukunft und sind anfälliger für Fehlschlage. Man spricht auch von einem Teufelskreis des negativen Selbstwertes: Negativer Selbstwert führt zu negativen Erwartungen. Dadurch wird wenig Einsatz betrieben und oft starke Angst erlebt. In der Folge kommt es zu Misserfolg. Die Person gibt sich dann selbst die Schuld dafür, dadurch wird der Selbstwert wiederum geringer bzw. bleibt gering. Menschen mit einem positiven Bild von sich selbst zeigen hingegen eine Tendenz zu einem glücklichen, gesunden, duktiven und erfolgreichen Leben. Dies sind zugegebenermaßen sehr pauschale Aussagen, die nur die zwei Extreme auf der Dimension „Selbstwert“ beschreiben. Die meisten Menschen befinden sich mit ihrem Selbstbild irgendwo dazwischen.

Theorien gehen davon aus, dass unser Streben nach einem guten Selbstwert dadurch bedingt ist, dass wir soziale Wesen sind und uns mit anderen verbunden fühlen mochten. Wir möchten wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft sein. Unser selbst wahrgenommener Selbstwert gibt uns quasi einen Hinweis darauf, wie wir in den Augen anderer erscheinen, ob wir wertvoll für die Gemeinschaft sind. Dabei stimmt unsere eigene Wahrnehmung nicht automatisch mit der Wahrnehmung der anderen überein. Wenn du beispielsweise denkst, der Prüfer halte dich für unwissend, oder du dir sicher bist, dass du das Wissen nicht gut wiedergeben kannst. Oder falls du glaubst, dass du gar nichts weist. Der Prüfer muss dies nicht genauso sehen und erleben. Es ist sogar meistens so, dass wir in den Augen anderer weniger negativ erscheinen, als wir es uns selbst zuschreiben.

Eine weitere gute Nachricht ist, dass unser Selbstwert kein auf Dauer festgelegtes Konstrukt ist, sondern sich im Laufe unseres Lebens und unserer Erfahrungen verändern kann. Wir können sogar aktiv daran arbeiten, dass sich unser Selbstwert verbessert. In diesem Zusammenhang ist hilfreich zu verstehen, dass unser Selbstkonzept aus vielen Aspekten besteht. Nicht nur das Studium oder die Leistung in diesem spielt eine Rolle bezüglich unserer Selbstbewertung. Ob wir uns zum Beispiel als guten Freund und Zuhörer verstehen, kann ein weiterer Aspekt sein. In manchen Bereichen bewerten wir uns daher vielleicht bereits deutlich positiver als in anderen. Darauf kann man aufbauen. Das Wichtigste ist, dass du dir bewusst machst, dass du deinen Selbstwert verbessern kannst.

Neben dem Selbstwert gibt es noch andere Faktoren, die zu der Entwicklung starker Prüfungsangst beitragen können. Im Folgenden findest du Beispiele anderer Studierender sowie Fragen und Übungen, die dich bei der Entdeckung deiner persönlichen Gründe unterstützen können. Oft ist es leichter kritische Aspekte in der eigenen Entwicklung zu erkennen, wenn man sich mit den Erfahrungen anderer auseinandersetzt. Dabei kann man Parallelen und auch Unterschiede zur eigenen Biografie oft klarer ausmachen. Auch können einem Erlebnisse ins Auge fallen, die eine Relevanz für die eigene Problematik haben, obwohl man sie zuvor als Auslöser gar nicht in Betracht gezogen hatte.

Was kannst du für deinen Erkenntnisprozess aus den folgenden Beispielen ziehen? Wo erkennst du dich wieder?
Wo geht es dir ähnlich oder auch ganz anders?
Fallen dir bei der Lektüre der Beispiele noch weitere Situationen aus deiner Vergangenheit ein?

Der hohe Anspruch

Negative Prüfungserfahrungen

Unabhängig von unserem Anspruch können frühere Erfahrungen die Angst vor Prüfungen schüren. Erlebnisse wie im folgenden Beispiel können mit dazu beitragen, dass Angst vor Prüfungssituationen entsteht. Dabei ist von zentraler Bedeutung, wie wir ein solches Erlebnis verarbeiten. Einmal für uns selbst, gedanklich und emotional und natürlich zudem im sozialen Umfeld. Schließlich sind wir soziale Wesen und nicht unabhängig von den anderen, die im folgenden Beispiel auch beteiligt sind.

Ich bin eigentlich noch nie gerne zur Schule gegangen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie mein Mathelehrer mich an die Tafel zitiert hat und ich vor der ganzen Klasse Übungsaufgaben lösen musste. Dabei war Mathe mein schwaches Fach, das war bekannt. Es war kaum auszuhalten. Dann hat mich mein Lehrer vor der ganzen Klasse heruntergeputzt. Wenn ich in mündlichen Prüfungen sitze, befürchte ich oft, dass es mir wieder passiert. Dass der Prüfer mich vorführt. Auch Referate zu halten fällt mir schwer. Wenn ein Referat bevorsteht, werde ich unruhig und sehe meinen früheren Mathelehrer vor mir.
Thomas, 26 Jahre, Student der Betriebswirtschaftslehre

Nachvollziehbar, dass solche Erlebnisse in der Schulzeit auch heute noch Einfluss auf das Erleben und die Wahrnehmung von Thomas haben. Was ist hier mit Thomas passiert und warum hat das Erlebte noch heute einen so großen Einfluss auf seine Wahrnehmung von Prüfungen?

Eine Sache ist zunächst mal festzuhalten: Thomas hat es offensichtlich trotz dieses Erlebnisses geschafft, sein Abitur zu absolvieren und einen Studienplatz zu bekommen. Er hat also trotz aller Belastungen aus der Vergangenheit wichtige Kompetenzen erworben, auch bezüglich Prüfungen. Er muss schließlich einige davon erfolgreich absolviert haben, um jetzt an diesem Punkt zu stehen. Dies bedeutet, dass solche Erlebnisse nicht zwingend das „Karriere-Aus“ bedeuten müssen. Man kann auch dann erfolgreich sein, wenn man in seinem Leben bereits leistungsbezogener Abwertung ausgesetzt war. Selbstverständlich ist es wünschenswert, dass es erst gar nicht dazu kommt. Gleichzeitig können derartige Erinnerungen eine große Belastung darstellen. Thomas berichtet, dass er auch heute noch in der Angst lebt, der Vorfall von damals könne sich wiederholen. Auch sieht er den früheren Mathelehrer noch heute lebensgroß und in Farbe vor sich. Für Thomas ist es unter anderem wichtig zu lernen, dass nicht jede Prüfung so ablaufen muss wie damals. Lernen bedeutet in diesem Fall ein wirkliches Verstehen und Verinnerlichen, auch emotional. Thomas hat vermutlich bereits erlebt, dass Prüfungen anders ablaufen können. Schließlich hat er nach diesem Erlebnis weitere Prüfungen bestanden. Aber er hat offensichtlich gefühlsmäßig nicht verankern können, dass Prüfungen auch angenehmer verlaufen können. Die Erinnerungen an die belastende Situation scheinen zu stark zu sein. Besonders schlimm schien für Thomas damals zu sein, dass seine Mitschüler die für ihn demütigenden Situationen hautnah miterlebt haben. Wir denken hier wieder an den Selbstwert und seine soziale Funktion. Für Thomas war es in der Situation nachvollziehbarerweise schwierig, sich wertvoll zu fühlen, waren doch alle anderen Zeugen seines Scheiterns, als er den Inhalt nicht gut wiedergeben konnte. Vielleicht ist es hilfreich für Thomas, sich mit seinen Kommilitonen über Prüfungserfahrungen im Allgemeinen auszutauschen. Dabei kann er erfahren, dass auch andere bereits unangenehme Erfahrungen gemacht haben oder zusehen mussten, wie Mitschüler derart vorgeführt wurden. Dies bedeutet schließlich nicht zwingend, dass man schlecht von diesen Mitschülern denkt. Zumeist tut es den anderen Mitschülern sehr leid, wenn einer von ihnen so behandelt und bloßgestellt wird. Mit seinen damaligen Mitschülern kann Thomas vielleicht nicht mehr reden, aber auch seine Freunde und Bekannten werden ihre Erfahrungen gemacht haben. Sozialer Austausch ist etwas sehr Wichtiges, um die eigenen Bewertungen von Situationen abzugleichen mit der Wahrnehmung anderer. Dadurch kann es einfacher werden, die eigene Sichtweise auf sich selbst zu verändern, so dass man lernt, besser zu sich und hinter sich zu stehen. Im Falle solcher früheren Erlebnisse, ist es vor allem notwendig zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu trennen. Thomas ist jetzt erwachsen und nicht mehr in der früheren Lebensphase des Kindes und damit dem Lehrer ausgeliefert. Er hat sicherlich kommunikative Kompetenzen erworben, die es ihm möglich machen, schwierige Situationen zu bewältigen. Auch hat er im besten Fall ein Studienfach gewählt, das ihm inhaltlich mehr Freude bereitet. Eine gute Vorbereitung und das Beherrschen des Prüfungsstoffes können mehr Sicherheit geben. Wenn man fachlich fit ist und lernt, die Prüfungsangst in den Griff zu bekommen, ist es einfacher, auch Herausforderungen zu bewältigen. Thomas kann lernen, wie er sich selbst in schwierigen Prüfungssituationen nicht aus der Fassung bringen lässt. Jede Prüfung kann anders werden, es gibt keinen Wiederholungszwang für unangenehme Erfahrungen. Leider kann die Erwartungshaltung einen negativen Einfluss auf aktuelle Prüfungssituationen haben. Wenn man erwartet, dass es wieder wie früher läuft, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass es nicht gut läuft. Unbewusst können wir dann durch unser Verhalten dazu beitragen, dass die Situation entsprechend unserer Befürchtung endet. Eine klare Abgrenzung ist für Thomas also wichtig. Es wäre hilfreich für ihn, sich von dem Bild der vergangenen Prüfung zu verabschieden und der neuen Prüfung die Möglichkeit zu geben anders abzulaufen. Zudem kann es ihm helfen, wenn er trainiert, aktuelle positive Prüfungserlebnisse als relevante Beispiele für mögliche zukünftige Prüfungen zu verinnerlichen. Das heißt also zu lernen, dass es anders laufen kann und auch bereits anders gelaufen ist als früher. Sich dann vor der Prüfung vorzustellen, wie es realistisch, also auch in Ordnung, sein kann, hilft bei der Bewältigung der Prüfung und kann sogar das Notenergebnis positiv beeinflussen.

Notiere deine Gedanken zu diesen Fragen:
Gibt es auch in deiner Geschichte derartig belastende Prüfungserfahrungen?
Wenn ja, wie gehst du damit um?
Tauscht du dich mit Freunden oder Kommilitonen darüber aus?
Wie sind deine bisherigen Prüfungen gelaufen?
Was ist deine Erwartungshaltung gegenüber Prüfungen?
Hast du eine realistische Einschätzung deiner Erlebnisse, dass heißt, fokussierst du eher die schlechten Ereignisse oder kannst du dich auch gut an die positiven Situationen erinnern?

Soziale Unsicherheiten

Manche Menschen sind generell unsicher, wenn sie sich in sozialen, also zwischenmenschlichen Situationen befinden. Und dies kann alle möglichen Situationen betreffen. Zum Beispiel kann bereits eine private Feier, auf der mehrere Menschen aufeinander treffen, eine belastende Situation darstellen. Nachvollziehbar, dass das Leben dadurch ziemlich erschwert werden kann. Schließlich besteht unser Alltag permanent aus vielen einzelnen zwischenmenschlichen Situationen. Zudem brauchen wir Kontakte, um uns zugehörig und wohl zu fühlen. Für viele sozial unsichere Menschen sind Leistungs- und Bewertungssituationen besonders herausfordernd. Die erlebte generelle Unsicherheit in zwischenmenschlichen Begegnungen kann insbesondere in den mündlichen Prüfungen dazu beitragen, dass Ängste entstehen oder sich verstärken. In mündlichen Prüfungen sitzt man dem Bewertenden direkt gegenüber. Dadurch ist es eine direkte soziale Situation, man kann sich hinter keinem Blatt Papier verstecken. Zudem ist die gegenüber sitzende Person eine Autorität, welche die Leistung bewertet. In schriftlichen Klausuren kann man sich oft besser auf den Inhalt konzentrieren, seinen eigenen Rhythmus suchen und finden. Andere Menschen sind weniger stark im Blickfeld und haben dadurch weniger Einfluss auf die Selbstwahrnehmung. Zudem wird die Leistung nicht direkt und unmittelbar bewertet, sondern erst im Nachhinein. Der Aspekt der Bewertung kann somit für den Moment leichter ausgeblendet werden. Bei genereller sozialer Unsicherheit entsteht also in einer mündlichen Prüfung eine besonders belastende Situation.

Die Gründe für das Entstehen genereller sozialer Unsicherheit sind sehr verschieden. Häufig spielen negative Erfahrungen mit anderen Menschen eine Rolle, aber auch genetische Faktoren oder Modelle in der Familie, dass heißt Bezugspersonen, die sich sozial unsicher verhalten, können einen Einfluss auf die individuelle Entwicklung haben. Schauen wir uns das folgende Beispiel ein bisschen genauer an.

Ich sorge mich darüber, was die Prüfer oder meine Kommilitonen über mich denken konnten. Ich habe große Angst, rot zu werden, zu stottern oder Blödsinn zu erzählen. Ich will mich auf keinen Fall blamieren. In der Schulzeit wurde ich von meinen Mitschülern oft gehänselt. Ich war eine sehr gute Schülerin, habe aber wohl irgendwie das Klischee einer Streberin erfüllt. Zumindest für die anderen. Ich habe eine Brille getragen, das war häufig Anlass für die Kommentare. Auf dem Schulhof wurde ich geschubst und ausgelacht. Niemand hat mir geholfen. Es macht mich auch heute noch sehr traurig, daran zurück zu denken.
Katrin, 27 Jahre, Studentin der Medizin

Katrin hat die Erfahrung gemacht, dass andere sie wegen ihres Aussehens auslachen. Heute würde man vermutlich den Begriff „Mobbing“ für das verwenden, was sie während ihrer Schulzeit erlebt hat. Wenn in einer solchen Situation niemand da ist, der das Kind schützt und die anderen Kinder in ihre Schranken weist, können diese Erlebnisse einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung des Selbstwertgefühls und der Selbstwahrnehmung haben. Dadurch kann sich generelle soziale Unsicherheit entwickeln. Katrin fühlt sich einfach nicht sicher in der Gesellschaft anderer, sie befürchtet dauerhaft, dass sie eine negative Rückmeldung bekommt. Dass sie abgewertet wird. Vermutlich geht sie über den Campus und macht sich Sorgen darüber, was die Menschen, die ihr begegnen, über sie denken konnten. über ihren Gang, ihre Frisur. Oft ist der Gedanke an die Bewertung anderer allgegenwärtig. Ein Dauerbegleiter also, sobald Katrin sich in der sozialen Welt bewegt. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die sozial unsicher sind, sich in zwischenmenschlichen Situationen oft primär darauf konzentrieren, wie sie wohl gerade wirken (vgl. z. B. Stangier et al., 2009). Sie denken darüber nach, was der Prüfer denken könnte, versuchen zu kontrollieren, ob sie wohl rot werden, stottern oder auffällig schwitzen. Diese so genannte Selbstaufmerksamkeit führt dann dazu, dass die befürchteten Symptome, wie zum Beispiel das Erröten, erst recht auftreten, was wiederum noch unsicherer macht und die Selbstaufmerksamkeit weiter verstärkt.

Für Katrin ist es also besonders wichtig zu lernen, sich unabhängiger von der Meinung anderer zu machen. Sich mehr auf sich selbst zu konzentrieren, und zwar mit einem wohlwollenden, rücksichtsvollen Blick. Dies bedeutet wiederum, eine verbesserte Selbstakzeptanz aufzubauen. Auch hier ist wieder das Wichtigste, dass sie lernt, sich auf die Prüfungsfragen zu konzentrieren, anstatt auf ihre potentielle Wirkung auf die anderen Prüfungsbeteiligten.

Deine Geschichte

Vielleicht hast du in einem der Beispiele Parallelen zu deiner eigenen Geschichte entdeckt. Möglicherweise auch Unterschiede. Natürlich gibt es noch unzählige weitere Beispiele für Erlebnisse, die zur Entwicklung von Prüfungsangst beitragen können. Wie schon gesagt, es handelt sich um eine Entwicklung, die vielfältige Ursachen und Auslöser haben kann. Dennoch sind die oben genannten Beispiele solche, die recht häufig im Zusammenhang mit Prüfungsangst genannt werden. Nun geht es für dich darum, deine persönliche Geschichte nach Anhaltspunkten für deine Prüfungsangst zu durchforsten. Welche Erinnerungen, Gefühle, Gedanken begleiten dich in die Prüfungen? Die folgenden Fragen können dir dabei helfen die Dinge, die dir nach der Lektüre der Beispiele durch den Kopf gehen, zu sortieren.
Was ist bei dir hochgekommen? Schreib es auf.
Welche Gedanken beschäftigen dich in deiner Prüfungsangst?
Wie denkst du von dir als Person?
Was erwartest du von dir in der Prüfung?
Was denkst du, was der Prüfer von dir denkt?
Worauf bist du in der Prüfungssituation konzentriert?
Gibt es Erlebnisse in deiner Vergangenheit, an die du dich immer wieder erinnerst, wenn du Prüfungsangst hast?

Nachdem du die Fragen bearbeitet hast, geht es nun an die Analyse. Was ist dir zu deiner Prüfungsangst aufgefallen? Welche Themen sind beteiligt? Arbeitsblatt 1 enthält eine Checkliste, in der du für dich relevante Themen markieren kannst.

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