Der Klügere liest rot.

Universalsuchmaschinen

Diese Suchmaschinen greifen nicht auf eine Liste von redaktionell ausgewählten Angeboten zurück, sondern arbeiten algorithmenbasiert und benutzen einen automatisch erstellten Index. Dazu durchstöbern spezielle Suchroboter (Spider, Crawler), ausgehend von einer Startseite (der „Seed Page“), das Internet, indem sie systematisch den Verweisen (Links) folgen. Dabei indexieren sie den Inhalt der gefundenen Dokumente im Volltext, um bei einer späteren Suche aus den gesammelten Daten möglichst schnell eine Antwort generieren zu können. Neben HTML-Dokumenten erfassen Suchmaschinen noch weitere Dokumenttypen wie das Portable Document Format (PDF) oder Formate von Office-Programmen wie PowerPoint (PPT/PPTX). Die Ergebnisreihenfolge, also Ihre Trefferliste, ist nach einem Relevanz-Ranking aufgebaut. Google berücksichtigt etwa hundert Faktoren, unter anderem, wo auf einer Seite der jeweilige Suchbegriff erscheint und wie oft. Wesentlich bei Google ist der „PageRank-Algorithmus“ (nach Larry Page, einem der beiden Gründer von Google, benannt). Hierbei wird der PageRank eines Dokuments anhand von Verweisen auf dieses Dokument ermittelt. Je mehr Links also auf ein Dokument verweisen, desto weiter oben steht es in der Trefferliste, unabhängig von der Qualität. Den Markt der Universalsuchmaschinen teilen sich in Deutschland vor allem drei Anbieter:

• Google2 (80.7%)
• Bing3 (6.2%)
• Yahoo4 (3.9%)
(Stand: 01.05.2013 nach WebHits)

Bei der Anzahl der Anfragen, die über Suchmaschinen gestellt werden, liegt Google zwar mit großem Abstand ganz vorne – was sicher auch daran liegt, dass Google über einen der größten Indizes verfügt und die Nutzerinnen und Nutzer aufgrund des gut funktionierenden Rankings oft schon mit einer Anfrage zufrieden gestellt sind. Trotzdem lohnt sich eine Suchanfrage in mehreren Suchmaschinen, da sich sowohl die Indizes als auch das Ranking bei den einzelnen Suchmaschinen unterscheiden. Nützlich für einen Überblick sind Metasuchmaschinen. Sie halten in der Regel keinen eigenen Index vor, sondern fragen simultan Indizes anderer Suchdienste ab. Dadurch lässt sich ersehen, welche Suchmaschine für eine weitere Suche den größten Erfolg verspricht. Die bekannteste deutsche Metasuchmaschine ist Metager. Sie gibt es schon seit 1996 und wird vom SUMA-EV – Verein für freien Wissenszugang in Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover
betrieben.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, bei einer thematischen Suche gleich mehrere, spezielle Begriffe einzugeben, um die Suche damit einzugrenzen. Die einzelnen Suchworte werden automatisch mit dem Booleschen Operator UND/AND verknüpft. Dieser bewirkt, dass nur Dokumente gefunden werden, in denen alle eingegebenen Suchbegriffe vorkommen. Um bei einer Suche mit Universalsuchmaschinen möglichst passende Treffer weit oben in der Ergebnisliste angezeigt zu bekommen, gibt es zudem die Möglichkeit der erweiterten Suche. Zu dieser gelangt man zum Beispiel über Einstellungen oder, wie bei Google über das Zahnrad-Symbol nach dem Abschicken einer einfachen Suche. Da die Suchmaschinen immer wieder ihr Design ändern, ist manchmal etwas Spürsinn erforderlich, um sie zu finden. [...]

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