Der Klügere liest rot.

Weitere wissenschaftliche Suchdienste

Google Books

Es gibt viele Digitalisierungsprojekte, das sicherlich umfangreichste ist Google Books18. In Kooperation mit großen wissenschaftlichen Bibliotheken, vor allem in den USA und Großbritannien, hat Google seit 2004 mehr als 10 Millionen Bücher und Zeitschriften digitalisiert und zur kostenfreien Nutzung ins Netz gestellt. Auch die Bayerische Staatsbibliothek ist beteiligt, zunächst mit ihrem urheberrechtlich freien Bestand des 17.-19. Jahrhunderts. Diese Bücher sind zusätzlich auch über den Katalog auffindbar.
Google Books beinhaltet allerdings nicht nur urheberrechtsfreie Titel, sondern auch Bücher, bei denen der Urheberrechtsschutz noch besteht. Zu beachten ist dabei, dass sich diese Titel nicht vollständig anzeigen lassen und für Sie dadurch wesentliche Passagen womöglich fehlen. Doch bieten Ihnen auch diese Digitalisate die Möglichkeit, z.B. über das Inhaltsverzeichnis (das bei neueren Büchern auch über die Bibliothekskataloge anzusehen ist) oder über die Leseprobe zu prüfen, ob das Buch für Ihr Thema relevant sein könnte und ob sich eine Ausleihe in der Bibliothek lohnt. Einige Discovery-Systeme bieten von ihren Katalogdaten aus einen Link zu Google Books an. Umgekehrt führt von Google Books ein Link (In einer Bibliothek suchen) zum WorldCat und darüber vielleicht zu einer Bibliothek in Ihrer Nähe.
uch bei Google Books empfiehlt es sich, zur Eingrenzung der Ergebnisse die erweiterte Suche zu benutzen. Da die Volltexte indexiert werden, eignet sich Google Books auch zum Suchen von Textstellen. Bevor Sie in Google Books nach neuerer wissenschaftlicher Literatur in elektronischer Form suchen, sollten Sie in Ihrer Bibliothekrecherchieren, denn aktuelle wissenschaftliche Literatur steht dort immer häufiger auch als E-Book zur Verfügung. Oft gibt ist eine große Auswahl gekaufter E-Book-Collections.

Internet Archive

Das Internet Archive19 ist ein gemeinnütziges Projekt aus San Francisco mit einem ständig wachsenden Bestand an frei zugänglichen Film-, Musik- und Textdateien. Im darin enthaltenen Open Library Project finden Sie über eine Million urheberrechtsfreie Bücher im Volltext, die für Ihr Studium relevant sein könnten.
Bekannt ist das Internet Archive vor allem durch die integrierte Wayback Machine („Take Me Back“)20. Dort kann nachvollzogen werden, wie Webseiten in früheren Stadien ausgesehen haben und was sich geändert hat.

Soziale Netzwerke

In allen Bereichen der Wissenschaft nimmt kollaboratives Arbeiten zu. Immer häufiger gelangt man auch zu interessanter Literatur über den Austausch mit anderen. Im Wissenschaftsbereich gibt es hierfür mittlerweile verschiedene soziale Plattformen. Eine der größten ist ResearchGate 21, das „Facebook für Wissenschaftler“. Die Plattform hat inzwischen über 2,7 Millionen Mitglieder und beinhaltet über zehn Millionen Publikationen aus verschiedenen Fächern. Die umfangreichsten Bereiche sind die Naturwissenschaften, doch auch bei den Geisteswissenschaften wächst die Zahl der Dokumente und Mitglieder. Das Netzwerk soll der Publikation, der Kommunikation und dem Austausch von Forschungsfragen in Diskussionsgruppen dienen. Zusätzliche Angebote sind eine Jobbörse und Hinweise auf Veranstaltungen.