Der Klügere liest rot.

Falscher Kasus

In Sätzen, die nicht mit dem Subjekt beginnen, muss man besonders auf den korrekten Kasus (Fall) achten:

»Einen (nicht: ein) Einstieg in das Thema bildet der Aufriss bisheriger Fehlentwicklungen.«
»Einen (nicht: ein) Lösungsansatz könnte die Verlagerung des Standortes darstellen.«

Auch wenn mehrere Nomen voneinander abhängen, ist der Kasus entsprechend zu wählen:

»Nach der Untersuchung ausgewählter Textbausteine und unterschiedlicher Wortfelder (nicht: unterschiedlichen Wortfeldern) folgt ein Überblick über die allgemeine Stilistik.«

Häufig schleichen sich Kasusfehler auch bei Relativsätzen ein:

»Die genannten Merkmale dienen uns im Folgenden als Kriterien, mit denen (nicht: mit dem) der Warentransport beschrieben werden soll.«

Apposition

Auch die Apposition (Beifügung) wird häufig falsch gebraucht. Wird ein Substantiv durch ein anderes näher erklärt, muss diese nachgestellte Apposition im selben Fall stehen:

»Die Tagebücher dieses Forschers, des Entdeckers der Höhlen (nicht: der Entdecker), sind heute im Museum von Lima ausgestellt.«
Ebenso:» Die Verdienste des Virologen, eines Pioniers der Forschung (nicht: ein Pionier), wurden lange Zeit unterschätzt.«

Nahe liegend sind Kasusfehler vor allem, wenn Substantiv und Apposition nicht im gleichen Numerus (Einzahl oder Mehrzahl) stehen:

»Sie legen großen Wert auf überkommene Bräuche wie den Festumzug der Schützenvereine (nicht: der Festumzug).«
»Wir befassen uns in dieser Studie eingehend mit dem Forstökotop, der räumlichen Manifestation des Forstökosystems (nicht: die räumliche Manifestation).«

Nur wenn die Apposition keinen Artikel bei sich hat, bleibt sie unverändert:

»Bunte Bilder des Häuptlings, Anführer der Aufständischen, werden noch heute mit Blumen geschmückt.«