Der Klügere liest rot.

Die Wahl der richtigen Zeitform

Autorin Helga Berger erklärt in ihrem Ratgeber "Schritt für Schritt zur Abschlussarbeit", welche Zeitform in einer wissenschaftlichen Arbeit an welcher Stelle angebracht ist.

 

Wissenschaftliche Arbeiten werden in der Regel im Präsens, in der Gegenwartsform, verfasst.

Die Vergangenheitsform (Präteritum) ist dann angebracht, wenn Sie ausdrücklich auf zeitlich zurückliegende Sachverhalte Bezug nehmen.

Wichtige Hinweise auf die Datierung gab Müller Anfang der 90er Jahre. Danach ist davon auszugehen, dass …

 

Das Perfekt bezeichnet eine vergangene Handlung, die aber einen Bezug zur Gegenwart hat.

Die Banken- und Finanzkrise, die die globale Wirtschaft ab 2007 erschütterte, hat gezeigt [= jetzt ist die Erkenntnis da], dass die bisherigen staatlichen Steuerungsmechanismen auf den Prüfstand gestellt werden müssen.

 

Historiker verwenden auch das Präteritum als Grundform in ihrer Arbeit. Schreiben Sie eine solche Arbeit, wechseln Sie besser ins Präsens, wenn Sie eine bestimmte Quelle, z. B. ein Dokument, genauer analysieren.

Insbesondere Thomas von Aquin setzte sich mit der Theorie des gerechten Krieges auseinander. In seiner Summa Theologiae nennt er die drei Bedingungen für das sogenannte ius ad bellum: erstens die Vollmacht des Fürsten …